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Homöopathie und Heilenergetik, Vortrag von Heilpraktikerin Therese Gisbertz-Adam


Vortrag anlässlich der Heilenergetiker-Prüfung im Juni 2011 von Therese Gisbertz-Adam, Krefeld
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Einer der stärksten Berührungspunkte zwischen Homöopathie und Heilenergetik ist für mich die Philosophie, die hinter beidem steht, nämlich dass alles Sein letztendlich Energie ist und dass die Resonanzen eine wichtige Rolle spielen:

Das Buch „Heilenergetik“ startet Stefanie Menzel mit dem Kapitel
„ Alles ist Energie“.

 Das bedeutet, dass wir Menschen und alles, was wir um uns herum wahrnehmen aus Energie besteht.
Unser menschliches Wesen geht über unseren materiellen Körper hinaus:
Es endet nicht an unserer äußeren Hülle, der Haut, sondern unser Körper wird umwoben von immer schnelleren, energetischen Schwingungen, die unser individuelles Energiefeld bilden – die Aura.

Die Kraft und das Schwingungsmuster unserer Aura ist die Grundlage für unsere gesamte Existenz, sie ist eine Art  Bauplan und gestaltet unseren Körper, sie formt unseren Geist und das, was wir als unser inneres Wesen oder die Seele bezeichnen.

Es ist also unsere Wesensenergie, die LEBEN erst möglich macht.
Je stärker und reiner unser Energiefeld ist, umso mehr haben wir das Gefühl, das Leben "fließt so richtig", wir sind kreativ und unsere Vorhaben gelingen uns mit Leichtigkeit, wir fühlen uns wohl und spüren die Verbindung zu unserem Wesenskern und der Welt, wir sind glücklich und gesund.
Das klingt zu schön um wahr zu sein, aber hoffentlich hat schon jede/r einmal diesen Zustand zumindest erahnen können oder für kurze Zeit tatsächlich dieses Gefühl von „Ja, das isses!!!“ erlebt und weiß, dass es sich lohnt, danach zu streben.

Negative Erfahrungen kommen uns aber leider immer wieder in die Quere und sorgen für Störungen bis hin zu Turbulenzen in unserem Energiefeld. Sie stören erheblich den Fluss und wir fühlen uns dann unbehaglich, machen uns Sorgen, haben Pflicht- und Schuldgefühle, Angst, Traurigkeit, Leere, Wut, Hass, Neid.
Dies zeigt  sich in der Aura in verschiedenen Strukturen und hellsichtige Menschen können dies tatsächlich sehen.

Über unsere Aura stehen wir in Verbindung zu anderen Menschen und zur Natur – zu allem was um uns herum ist.

Je ähnlicher und synchroner die Schwingungsfrequenzen der Aura von Menschen sind, umso leichter fällt uns der Kontakt.
Wir verspüren Harmonie und fühlen uns angezogen. Wir empfinden eine deutlich positive Resonanz zum Gegenüber.
Das kann man sich bildlich wie bei zwei Gitarrensaiten vorstellen: ich schlage eine Saite an, so dass sie in Bewegung – in Schwingung kommt. Gleichzeitig schwingt die nahegelegene Saite mit weil sie damit in Resonanz steht.

In Resonanz kommen muss aber nicht unbedingt immer ein angenehmes Gefühl hervorrufen.
Einerseits kann es wohl bedeuten: wir verstehen uns blind ohne große Worte.
Andererseits kann es aber auch bedeuten, dass mich der/die  andere auf negative Weise anspringt: es macht mich wütend, ich werde ärgerlich oder vielleicht auch traurig und meine momentane Stimmung kann womöglich abrupt ins Gegenteil umschlagen.
Es müssen nicht immer andere Menschen sein, auch bestimmte Situationen oder Sinneswahrnehmungen können eine Resonanz zu meinen Gefühlen bewirken.
Resonanz heißt einfach nur: es wird eine Empfindung in mir angestoßen, die ich vielleicht schon längst weggepackt hatte – so glaubte ich jedenfalls – aber plötzlich wird ein ganz bestimmtes Gefühl wieder in mir wachgerufen – ich bin davon berührt und in Beschlag genommen. Ich bin dann nicht mehr nur Zuhörer oder unbeteiligter Beobachter sondern bin mittendrin, bin wieder intensiv und sehr direkt mit meinem Gefühl konfrontiert. Manchmal kann ich gar nicht genau definieren welches Gefühl mich nun schon wieder beutelt aber ich erkenne doch, dass die Stimmung sich verändert und ich bekomme plötzlich ein Druckgefühl im Magen oder Kopfschmerzen, ich werde urplötzlich traurig und möchte mich in mein Schneckenhaus zurückziehen. Es können auch längere Phasen sein in denen mir komischerweise  dauernd alles aus der Hand fällt oder in denen nichts mehr so richtig gelingen will. Kennt das jemand nicht?

An diesem Punkt sind wir in der Wie-Resonanz: wie gestaltet sich mein Leben und mein Umfeld? Wem begegne ich, in welche Situationen gerate ich? Was widerfährt mir?
All dies sind Spiegelbilder für den Zustand meiner Aura. Sie wirkt gestaltend auf mich und mein Umfeld und ich habe jetzt die Möglichkeit, alles bewusst wahrzunehmen – ein erster Schritt zum Verstehen und Verändern.

Die Warum-Resonanz führt noch ein Stück weiter und hinterfragt die Ursachen:
Warum funktioniert ausgerechnet der Drucker nicht, wo ich doch gleich meinen Vortrag halten muss???
Warum komme ich immer wieder zu spät?
Warum leide ich in letzter Zeit unter starken Schmerzen in der rechten Schulter?

Auf diese Weise immer bewusster zu leben hat mich in der letzten Zeit sehr beschäftigt und fasziniert weil ich gespürt habe, welche Chancen darin liegen, das Leben besser zu verstehen und ich hatte mehrfach das schöne Gefühl : „Ja, es funktioniert! Ich gestalte meine Welt!“
Ich sehe darin eine Möglichkeit für uns Menschen, unserem eigentlichen Wesen wieder näher zu kommen und mit uns selbst und der Welt in Verbindung zu sein und dies auch deutlich zu spüren.

In diesem Zusammenhang interessieren mich als Heilpraktikerin natürlich die körperlichen Beschwerden.
So ist es kein Zufall, welches Organ betroffen ist und welcher Art die Beschwerden sind.

Ist es die Lunge, über die ich beim Atmen mit der äußeren Welt in Verbindung stehe?
Ist es mein Herz, mein Zentrum, mein Rhythmus, der Ort meiner Gefühle?
Ist es das Verdauungssystem, welches die Nahrung aufnimmt und so verarbeitet, dass sie für mich nutzbar wird, das aber auch entgiftet und ausscheidet was mir nicht zuträglich ist?
Ist es mein Knochengerüst, welches mir gleichzeitig Flexibilität und Stabilität verleiht?
Oder die Haut, meine äußere Hülle, die mich schützt und abgrenzt aber auch Kontakte nach außen möglich macht?  

Welcher Art ist die Störung? 
Handelt es sich um eine rein funktionale Störung, die noch relativ oberflächlich ist und keine Auswirkungen auf die Zellstruktur hat?
Oder ist es eine Entzündung, bei der es immer auch Kämpfe gibt zwischen den Erregern und meinen Abwehrzellen?
Ist es eine degenerative Erkrankung, wo Zellstrukturen geschädigt werden?
Oder sogar Krebs, wo der Körper nicht mehr in der Lage war zu erkennen was gehört zu mir und was nicht?

Damit komme ich jetzt zur Homöopathie.
Genau wie die Heilenergetik kennt die Homöopathie die gestaltende Kraft der Energie.
Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie fand dies schon vor über  250 Jahren heraus und nannte es die Lebenskraft.

Er sagt: Jeder Art von körperlicher Symptomatik geht immer eine Störung der Lebenskraft voraus. Und nur das Gefühl für die eigene Lebenskraft zählt.
Von der Norm abweichende Laborbefunde können Hinweise auf Störungen sein, müssen es aber nicht unbedingt. Umgekehrt macht sich eine Störung der Lebenskraft oft weit vor nachweisbaren Befunden bemerkbar.
Deshalb fordere ich gern meine Patienten auf:
Sind Sie aufmerksam für Ihr inneres Gefühl zu sich selber und trauen Sie Ihm, stellen Sie sich dem und lernen Sie so mehr und mehr Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Weil der Ursprung aller körperlichen Gebrechen in der blockierten Lebensenergie liegt, ist es folgerichtig, dass auch die Arzneien nicht chemisch oder physikalisch sondern energetisch wirken, also auf einer nicht materiellen Ebene.
In der Homöopathie geht es nicht um die Abtötung von Krankheitserregern, nicht darum, gewisse Körperprozesse zu hemmen oder anzutreiben (Hormone, ACE-Hemmer, Anti-Histaminika, Anti-Phlogisitka, Anti-Rheumatika usw.) sondern homöopathische Mittel greifen nur dann, wenn sie mit der Lebenskraft in Resonanz stehen.

Wenn ein Mittel in der Lage ist, die Lebenskraft auf einer bestimmten Frequenz zum Schwingen zu bringen, wirkt sich dies bis auf die Zellebene aus und Heilung oder Linderung wird möglich.
So wird es vielleicht nachvollziehbar, dass die Mittel umso tiefer wirken je höher sie potenziert sind, das heißt verdünnt und verschüttelt. Durch die Verdünnung werden die Mittel weniger toxisch – die Verschüttelung aber ist entscheidend und sorgt dafür, dass die Wesensenergie der Grundsubstanz auf die Verdünnungen übertragen wird. Die Arzneien sind also umso potenter und tiefer in der Wirkung, je weniger materieller Stoff der eigentlichen Substanz noch vorhanden ist.


Die Frage ist nun aber: Wie finde ich dieses Mittel?
Im Laufe der Zeit bin ich auf einen indischen Homöopathen gestoßen – Rajan Sankaran – der eine ganz besondere Art der Herangehensweise entwickelt hat.

Diese will ich Ihnen nun nicht im Einzelnen erläutern – denn es soll ja kein Homöopathievortrag sein – aber der wichtigste Punkt bei der Sankaran-Homöopathie ist das Vordringen auf eine sehr tiefe Ebene beim Patienten.
Sankaran sagt: „You have to search the source“ - „Finde die Quelle“
Denn in der Quelle ist der Mensch tief mit seinem Wesen und der Welt verbunden. Er ist dann in der Lage, Dinge zu beschreiben, von denen er nach seinem Wissensstand meist nicht den blassesten Schimmer hat und bringt den Behandler so zum Mittel.

Lassen Sie mich das an einem Beispiel erläutern:

Sankaran beschreibt verschiedene Ebenen der Empfindung, die letztlich zur Quelle führen:

Die erste Ebene ist der Name der Krankheit: Eine Patientin kommt mit Schiddrüsenproblemen, die Werte sind außer Kontrolle, außerdem leidet sie an heftigem Juckreiz und Stimmungsschwankungen.

Die zweite Ebene bezieht sich auf die Fakten, die genaueren Symptome: sie leidet unter Verstopfung und Erbrechen - sogar Wasser erbricht sie, sie hat keinen  Appetit und außerdem schmerzt ihr Rücken.

In der dritten Ebene geht es um das Gefühl, das sie dabei hat:
Wie geht sie damit um? Wie schlimm ist es für sie? Inwiefern beeinträchtigt sie die Beschwerde?
Sie sagt, sie sei extrem gestresst.

Die Aufforderung mehr von ihrem Stress zu erzählen bringt sie zur vierten Ebene:
Hier erleben die Patienten gefühlsmäßig eine bestimmte Situation oder ihnen kommen visuelle Bilder. Sie schildern die Situation so, als stecken sie jetzt in diesem Augenblick mittendrin. Sie schildern nicht mehr überlegt den Vorgang, sondern sind schon eng mit ihrem Gefühl verbunden. Der Blick ist verändert – sie schließen die Augen oder schauen nach oben.
Die Patientin erzählt ihre Geschichte und schildert eine für sie belastende Situation, die mit der Beziehung zwischen ihrem Ehemann und ihrem Vater zu tun hat. Sie sagt, sie fühle sich wie in der Falle und habe ein klebriges Gefühl. Spätestens hier merkt man als Zuhörer auf und fragt sich was dies denn nur bedeuten kann. Dabei ist genau dies die Sprache der Quelle, wie wir noch sehen werden.

Die nun folgende Ebene ist eine abstrakte Beschreibung der Quelle. Nach der Falle befragt schildert  sie bereitwillig alle Einzelheiten dieser Falle. Sie beschreibt deutlich die Gitterstäbe und es gibt kein Entrinnen. In der Falle gibt es keine Tür. Ich bin einfach in die Falle gekommen, weiß nicht wie. Plötzlich nehme ich die Falle wahr, aber da ist es schon viel zu spät. Sie hat sich um mich herum geschlossen. Sie ist zu, ich kann nicht raus hier ist es stickig und klebrig.

Dies ist nun die vitale Empfindung der Patientin. Mit dem Menschenverstand von außen betrachtet fragt man sich: Was hat das alles mit ihrem Krankheitsbild zu tun? Doch genau hier ist sie bei ihrer Quelle angelangt. Sankaran sagt: „it makes nonsense“ - non – sense – ohne Sinn. Dennoch: die Patientin ist ganz und gar in der Energie ihres Heilmittels ohne dieses zu kennen. Sie beschreibt exakt die Vorgänge einer fleischfressenden Pflanze und zwar der Drosera, des Sonnentaus.

Diese Empfindung gehört zum Wesen dieser Patientin und sie ist nun in der  6. Ebene angelangt, in der es um die Energie des Mittels bzw. ihrer Empfindung geht.
Die Kunst der Homöopathie besteht also zu großen Teilen darin, die richtigen Fragen zu stellen, die die Patienten zu ihrer Quelle führt – und sie beschreiben ihr Mittel als ob sie es in und auswendig kennen würden.

Dies war jetzt nur ein Beispiel und sehr verkürzt und vereinfacht dargestellt. Leider führt der Weg nicht immer und schon gar nicht immer so schnell zum Ziel. Doch die Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise sind sehr vielversprechend.

Wie ich schon zu Anfang sagte, sehe ich u.a. in dem Prinzip der Resonanz und der Suche nach der Wesensenergie eine starke Gemeinsamkeit zwischen Homöopathie und  Heilenergetik. Und wenn ich solche Zusammenhänge erkenne gibt mir das das Gefühl, sich von zwei Punkten auf ein Ziel hinzuwenden, und das macht mich immer ganz glücklich und ich bin mir sicher, dass ich diesen Weg – meinen Weg – weiter verfolgen will und werde.

Ohne die Heilenergetik zu kennen wäre ich sicherlich nicht so weit gekommen.

Mehr zu Frau Heilpraktikerin Therese Gisbertz-Adam siehe: http://www.naturheilpraxis-lebenskraft.de/